Der digitale Wandel ist in vollem Gange: In nahezu allen Branchen verdienen innovative Unternehmen Milliarden mit digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen.

Die Durchdringung der IT in alle Lebensbereiche, die Megatrends, neu gegründete Start-Ups sowie der internationale Wettbewerb zwingen etablierte Unternehmen, geeignete Strategien für die Digitalisierung des eigenen Geschäfts zu entwickeln.
Als Erfolgsfaktoren erweisen sich eine stärkere Vernetzung mit Partnern, Kunden und Zielgruppen, das kostengünstige Anbieten von Lösungen statt Produkten und der Ausbau von Serviceleistungen mit Nutzen für Kunden. Neue digitale Technologien machen all dies möglich: Cloud-Dienste, E-Commerce, mobile Apps, Informationen in Echtzeit, um nur einige wenige zu nennen. Sie bieten enorme Chancen, für neue Wege der Wertschöpfung – einschließlich digitaler Kundenerlebnisse.
Die IT gewinnt somit an zentraler Bedeutung und wird mehr und mehr vom Kostenfaktor zum Innovationsmotor. Ihr Werkzeug ist eine Softwareplattform, die schnell und effizient alle beteiligten Datenströme organisiert und intelligent auswertet. Das bedeutet vor allem eine durchgängige Vernetzung und Integration von Personen, Prozessen, Maschinen, Daten und Services, sowohl im Unternehmen als auch über Unternehmensgrenzen hinweg.

Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation in der CPG-Branche

Mit Blick auf die Zukunft steht auch die Fertigungsindustrie vor weitreichenden Veränderungen. Die digitale Transformation bietet produzierenden Unternehmen enorme Chancen und große Herausforderungen. Dazu gehören maßgeblich die Kostenreduzierung als auch Umsatzsteigerung mit neuen Produkten und Geschäftsmodellen (s. Abb. 1).

Zur Kostenreduzierung bieten die neuen Technologien vielversprechende Möglichkeiten, allen voran im Produktionsbereich. Eine integrierte und automatisierte Fertigung spart Zeit und Kosten. Dazu gehören z. B. vernetzte Maschinen, die den Produktionsprozess effizient steuern, intelligent auswerten und rückverfolgbar machen. Doch nicht nur in diesem Bereich, sondern auch in Entwicklung, Einkauf und Vertrieb lassen sich Kosten senken und Effizienz erhöhen.
Die Umsatzsteigerung mit neuen Produkten hingegen ist ein innovativer Prozess. Ganze Geschäftsmodelle werden auf den Prüfstand gestellt und transformiert, um neue Kunden zu gewinnen, Stammkunden enger an sich zu binden und Aufträge zu sichern. Die digitale Vernetzung wird sich dynamisch weiter entwickeln und den globalen Wettbewerb verändern. Dieser wird heute nicht mehr nur in der realen, sondern auch in der digitalen Welt gewonnen. Besonders die fertigenden Unternehmen stehen vor der Herausforderung in dieser zu bestehen und ihre Produkte um digitale Services und Erlebnisse zu erweitern.

Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette für CPG

Final bedeutet dies eine Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette produzierender Unternehmen, sei es aus Kosten- oder Innovationsgründen. Initiativen entstehen im Bereich Entwicklung, Einkauf, Produktion und Logistik als auch Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Sie reichen von elektronischer Beschaffung, Automatisierung der Produktion, Tracking der Logistik bis hin zu E-Commerce, elektronischen Auftrags- und Zahlungsabwicklungen, digitalen Services oder mobiler Interaktion mit Kunden.

Welche Vorteile fertigende Unternehmen aus der Digitalisierung Ihrer Wertschöpfungskette ziehen, verdeutlichen die nachfolgenden von SEEBURGER bereits umgesetzten Kundenbeispiele:

Digitale Transformation im Unternehmensbereich Das Szenario eines Kunden von SEEBURGER
Einkauf & Entwicklung
Zur Ideenfindung, Entwicklung und Launch neuer Produkte sind nicht nur innovative Konzepte, sondern auch neue Methoden der Zusammenarbeit gefragt. Diese reichen von Online Engineering, über E-Contracting bis hin zu E-Procurement oder übergreifendem Supplier Relationship Management. Ein internationaler Hersteller von Drähten und Kabelsystemen nutzt SEEBURGER-Lösungen, um den weltweiten Engineering- & Produktdatenaustausch vollständig digital zu ermöglichen. Auch kleinere Partner können ohne großes Budget über einen einfachen Web-Browser CAD-Daten mit der Konstruktion oder anderen Partnern und Dienstleistern sicher und transparent teilen. Das Portal bildet das Herzstück des Unternehmens, das sich auszeichnet durch erstklassige Kabel-, System- und Entwicklungskompetenz.
Produktion
Die Vernetzung und Automatisierung der Produktion, die Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte sowie die permanente Überwachung der Fertigungsprozesse sind häufig genannte Punkte auf der digitalen Agenda produzierender Unternehmen, ob aus Pflicht oder zur Gewinnung von Wettbewerbsvorteilen. Die Anforderungen für Industrie 4.0 zur Rückverfolgbarkeit und demzufolge massiven Anstieg an Schnittstellen löst ein führender Technologiezulieferer von elektronischen und elektromechanischen Baugruppen in der Automobilindustrie über die SEEBURGER Business Integration Suite. Die Vernetzung von Maschinen, Systemen und der Wertschöpfungskette sorgt für eine durchgehende Digitalisierung, die Schnelligkeit und Effizienz, Überwachung von Produktions- als auch Steuerung von Folgeprozessen beinhaltet.
Logistik
Von Verpackung, Einlagerung, Transport und Zustellung produzierter Waren ist es ein weiter Weg, in der heutigen Zeit vielfach ein digitaler. Papierdokumente sind kaum mehr zu sehen, weder an den Schnittstellen noch beim Empfänger. Dies ermöglicht eine durchgehende Prozessüberwachung. Der Lebensmittelhersteller eines ultra-frischen Sortiments ist auf extrem schnelle, flexible und reibungslose Logistikprozesse angewiesen. Kleine Zeitfenster zwischen Bestellung und Auslieferung als auch kurze Lieferketten sind daher vollständig digitalisiert als auch automatisiert. Die erfolgreiche Verzahnung von ERP-, Logistik- und Produktionssystemen über die SEEBURGER Middleware gewährleistet ein einheitliches Monitoring sowie flexible Erweiterbarkeit um weitere Aktivitäten wie z.B. Etikettendruck oder Bereitstellung von Informationen in einem Kundenportal.
Sales & Marketing
Einkauf und Werbung sind schon längst digital und haben sich auf das Smartphone verlagert. Kunden recherchieren jederzeit, kaufen und bezahlen, gerne beim Hersteller direkt. Für jene heißt das häufig, in den digitalen Direktvertrieb einzusteigen mit allen Prozessen, die dazu gehören. Die seit Jahren digitalen EDI-Vertriebswege im B2B-Geschäft werden vielfach um B2B E-Commerce ergänzt. So hat ein genossenschaftliches organisiertes Handelsunternehmen sich der Omnichannel-Herausforderung gestellt und seinen B2B Shop an die SEEBURGER Business Integration Suite angebunden. Alle notwendigen Daten werden automatisiert übertagen und die Mitarbeiter von manuellen Prozessen entlastet.
Kundenservices
Der Kunde ist König. Das gilt besonders im Zeitalter der Digitalisierung, in der ein Hersteller nur einen Mausklick weit entfernt ist. Ob After-Sales, Reparatur oder Reklamation, ergänzende Services oder die Interaktion einer Community: Digitale Erlebnisse gehören in Zukunft zu jedem Produkt. Mit der Echtzeit-Bereitstellung von Produkt- und Rezeptdaten schafft ein deutscher Konsumgüterhersteller nicht nur eine hervorragende Werbung im Internet, sondern auch eine virtuelle Community gleichgesinnter Koch- und Backfans. Das SEEBURGER API-Management stellt sowohl deren Mitgliedern, angebundenen Händler- und Partnershops als auch registrierten App-Entwicklern den attraktiven Content aus einer riesigen Datenbank sicher, autorisiert und performant zur Verfügung.

 

Mit dem Ziel des digitalen Wandels der gesamten Wertschöpfungskette werden die ersten Digitalisierungsprojekte gelauncht. Je nach Organisation kommen bald weitere hinzu. Da im Verlauf der Zeit viele solcher Initiativen entstehen, empfiehlt sich von Anfang an eine zentrale Integrationsplattform – die SEEBURGER Integration Suite als Motor der digitalen Transformation.