Asien ist ein beliebtes Expansionsziel im deutschen Mittelstand. Welche Besonderheiten es beim Markteintritt zu beachten gibt und wie elektronischer Datenaustausch (EDI) Zeit- und Sprachbarrieren beseitigt, stellen wir Ihnen in unserem heutigen Blogbeitrag vor.

Mit dem Entschluss für eine Expansion ins Ausland stehen Ihrem Unternehmen eine Vielzahl weiterer Entscheidungen ins Haus. Die Verlockung großer Absatzmärkte außerhalb der vertrauten Landesgrenzen ist groß, doch zunächst müssen die Pläne konkretisiert werden: Welche Märkte sollen erschlossen werden, und welche Form der Expansion kommt für Ihr Unternehmen überhaupt in Frage?

In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Auslandsexpansion sowie über einige lokale Besonderheiten, die auf dem asiatischen Kontinent zu berücksichtigen sind. Dieser ist insbesondere für den deutschen Mittelstand ein beliebtes Expansionsziel.

Zudem erfahren Sie, wie geeignete Cloud Services die Expansion ins Ausland für Sie vereinfachen und dabei helfen können, Risiken zu reduzieren.

Standardisierung und Automatisierung vereinfachen die Expansion ins Ausland

Mangelnde Sprachkenntnisse haben schon so manchen Urlauber bei der Kommunikation mit Einheimischen ins Fettnäpfchen treten lassen. Auch im Geschäftsleben können Sprachbarrieren oder kulturelle Wissenslücken zu Missverständnissen führen; und was im Privatleben zu amüsanten Urlaubsanekdoten führen mag, kann für den Businesserfolg schnell gefährlich werden.

Was also tun, um solche Risiken zu vermeiden? Eine umfassende Grundbildung hinsichtlich businessrelevanter Sitten und Gebräuche ist dank zahlreicher Knigge-Ratgeber zu den verschiedensten Ländern und Kulturkreisen meistens schnell erlangt. Mit den für eine Expansion nötigen Sprachkenntnissen sieht das allerdings ganz anders aus, denn spätestens, wenn fremdartige Schriftzeichen und Betonungen ins Spiel kommen, dauert es seine Zeit, bis Sprachkurse den gewünschten Erfolg bringen. Sprachen wie Mandarin lernt man eben nicht über Nacht, und selbst nach Jahren des Trainings können viele Menschen von verhandlungssicheren Chinesisch-Kenntnissen nur träumen. Wie sollte es auch anders sein, wenn selbst die Weltsprache Englisch in vielen Ländern noch immer zu Problemen führt und Geschäftsabschlüsse häufig nur mit Hilfe von Dolmetschern und Übersetzungsbüros bewerkstelligt werden können? Eine Expansion ins Ausland wird dadurch oftmals teuer und herausfordernd.

Eine Lösung sollte die standardisierte und leicht erlernbare Plansprache Esperanto liefern, jedoch scheiterte die internationale Verbreitung. Im Gegensatz dazu konnte die Schaffung von Standards im elektronischen Datenaustausch, kurz EDI, realisiert werden. Somit kann im Datentransfer von den Vorteilen der Standardisierung und Automatisierung profitiert werden.

Wie Sie ein wichtiges Sprachproblem durch Standardisierung sofort lösen können

Damit der Datenaustausch mit ausländischen Geschäftspartnern bei der Erschließung internationaler Märkte reibungslos verläuft, ist diese Standardisierung von Kommunikationsprozessen eine unerlässliche Maßnahme. Einige wenige standardisierte Zeichensätze reichen dann aus, um Daten auf elektronischem Weg auszutauschen und sicherzustellen, dass beispielsweise verschiedene Alphabete auch über Ländergrenzen hinweg erkannt und korrekt übermittelt werden können.

Welche Vorteile bringt EDI bei der Expansion ins Ausland?

Angenommen, Sie wollen einen neuen Kunden oder Lieferanten an Ihr Netzwerk anbinden, der eine andere Sprache spricht. Durch die EDI-Standards ist in diesem Fall gewährleistet, dass die Nachrichten des Senders nicht nur eindeutig erkannt und transformiert werden, sondern auch korrekt beim Empfänger eingehen. Dies erleichtert die Kommunikation mit ausländischen Partnern enorm. Die Bestellung oder Rechnungserstellung erfolgt voll automatisch, sodass der personelle Einsatz minimal ist und menschliche Fehlerquellen eliminiert werden können.

Auch die Konvertierung von Währungen oder Einheiten erfolgt automatisiert, sodass es beispielsweise möglich wird, Rechnungen problemlos in Länder außerhalb unserer Währungsunion zu übermitteln.

Setzen Sie zusätzlich durch EDI/B2B Cloud Services auf die bestehende EDI-Infrastruktur eines professionellen Dienstleisters, müssen Sie sich nicht um Voraussetzungen und potenziell auftretende Probleme und Risiken kümmern, die mit EDI zusammenhängen.

Über die 5 Grundsätze für Ihren EDI-Erfolg informieren wir Sie in unserem kostenlosen E-Book, das Sie sich hier herunterladen können.

Der Reiz der Expansion ins Ausland

Viele deutsche Großkonzerne, deren Internationalisierung weit vorangeschritten ist, benötigen im Ausland ähnliche Produkte und Dienstleistungen, die sie in Deutschland von mittelständischen Unternehmen beziehen. Wieso also nicht die Chance ergreifen, und die Expansion auf Märkte in Betracht ziehen, auf denen große Bestandskunden bereits erfolgreich Fuß gefasst haben? Ist der Einstieg in den ausländischen Markt über die Zusammenarbeit mit einem Partner erfolgreich bewältigt, bieten sich schnell weitere Möglichkeiten, um neue Geschäftskunden zu akquirieren. Mit der zunehmenden Globalisierung kann diese Strategie als erfolgversprechend eingestuft werden, denn neue Märkte bieten auch neue Potenziale.

Identifikation relevanter internationaler Märkte

Wenn die Entscheidung für eine Expansion erst einmal gefallen ist, stellt sich im nächsten Schritt die Frage, welche Länder oder Kontinente dafür in Betracht kommen. Idealerweise orientieren Sie sich in diesem Zusammenhang an Ihrem Kundenkreis. Wo sind große Kunden bereits erfolgreich unterwegs, und wo bieten sich Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit? Wie sieht die Wettbewerbssituation in den einzelnen Ländern aus, und welche Chancen und Risiken lassen sich identifizieren? Mit klassischen betriebswirtschaftlichen Analysen und anschließenden Vergleichen verschiedener Märkte können sinnvolle Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden.
Dabei spielen natürlich sowohl die volkswirtschaftliche Situation der verschiedenen Länder als auch sprachliche Aspekte eine Rolle, denn trotz der Standardisierung des elektronischen Datenaustauschs muss die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation in anderen Belangen mitberücksichtigt werden. Sind sprachliche Hürden aufgrund mangelnder Kompetenzen zu erwarten, sollte dies in die Entscheidung einbezogen werden.

Entscheidung für eine sinnvolle Expansions-Strategie ins Ausland

Eine weitere wichtige Überlegung ist die Frage nach der Art der Expansion ins Ausland. Reicht zunächst eine kleine Vertriebsniederlassung, soll ein ganzes Auslandsbüro eröffnet werden, macht Franchise Sinn oder soll eine Partnerschaft – beispielsweise in Form eines Joint Ventures – in Erwägung gezogen werden? Letzteres kann hilfreich sein, wenn das eigene Unternehmen nur geringe kulturelle und sprachliche Kompetenzen für den ausländischen Markt mitbringt. Durch die Partnerschaft mit einem im Ausland ansässigen Unternehmen lassen sich derartige Herausforderungen viel leichter bewältigen. Auch birgt diese Art der Zusammenarbeit Vorteile hinsichtlich der Rekrutierung ausländischer Mitarbeiter – schließlich soll sichergestellt werden, dass diese die Kultur ihres künftigen Arbeitgebers verstehen, um eine reibungslose Zusammenarbeit gewährleisten zu können.

Andere Länder, andere Sitten – was bei der Expansion ins Ausland noch zu beachten ist

Im Ausland herrschen häufig andere Regeln, andere Gesetzmäßigkeiten und andere klimatische Bedingungen als in Deutschland. Alle diese Punkte sollten in Ihre Expansions-Entscheidung mit einfließen und insbesondere die Frage, ob das gewählte Land besondere Anforderungen an ausländische Unternehmen stellt, muss genau untersucht werden. An dieser Stelle möchten wir Ihnen am Beispiel des asiatischen Marktes aufzeigen, welche Herausforderungen auf Sie warten können.

Besonderheiten in Asien

Ein bekannter und populärer Markt für Expansionen ins Ausland ist China. Das Reich der Mitte boomt und viele deutsche Unternehmen sind mittlerweile dort ansässig. Die beliebteste Markteintrittsform geschieht über „Wholly Foreign Owned Enterprises“, also über 100-prozentige Tochtergesellschaften, aber auch Equity Joint Ventures und Mergers & Acquisitions sind möglich. Zwar führt der Zusammenschluss mit einem chinesischen Unternehmen bei unterschiedlichen Zielvorstellungen mitunter zu Konflikten, doch wird der Marktzugang durch die kulturellen Kenntnisse und das Netzwerk des lokalen Partners maßgeblich vereinfacht. Welche Form des Markteintritts für Sie am zielführendsten ist, sollten Sie unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Situation entscheiden.

Eine Besonderheit, die beispielsweise viele Länder Südostasiens betrifft, ist die hohe Luftfeuchtigkeit, welche zum Beispiel bei der Verpackung von Lebensmitteln berücksichtigt werden muss. Durch die klimatischen Bedingungen können Nahrungsmittel schneller verderben, und wenn dieser Umstand für Sie große Nachteile mit sich bringt, gilt es abzuwägen, ob ein anderer Markt nicht rentabler wäre.

Auch hinsichtlich des Marketings sollten Sie sich darauf einstellen, andere Maßnahmen zu verfolgen als auf dem Heimatmarkt. Eine in Deutschland erfolgreiche Kampagne könnte in Asien komplett gegen den Geschmack der potenziellen Kunden gehen und ein großer Flop werden. Wenn Sie selbst über geringe Marktkenntnisse verfügen, kann daher die Konsultation einer spezialisierten Marketing-Agentur im Zielland sinnvoll sein, um zumindest den erfolgreichen Markteinstieg mit professioneller Hilfe zu gewährleisten.

Das Wichtigste auf einen Klick

Die Expansion ins Ausland wirft viele Fragen auf. Wie gut, dass Sie bezüglich Ihrer Datenkommunikation auf das Know-how von Profis vertrauen können. Wenn Sie sich hier eintragen, erhalten Sie unser kostenloses E-Book unmittelbar zum Download, damit Sie die 5 wichtigsten Grundsätze des elektronischen Datenaustauschs sofort in Ihre Planung einbeziehen können.