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Lieferantenselbstbewertung MMOG/LE v5 – Änderungen und Chancen durch die neue Version

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A Tyre Hoop to Jump ThroughDie Selbstbewertung „Materials Management Operational Guidelines/Logistical Evaluation“ (auch bekannt als MMOG bzw. MMOG/LE) fördert mit der Veröffentlichung der neuen Version 5 die etablierten Prozesse für Supply-Chain in der Automobilindustrie. Die eigene Beurteilung mit Hilfe der MMOG/LE ist ein wichtiger Gradmesser der Prozess- und IT-Fähigkeit für Lieferanten in der Automobilindustrie.

In den heutigen stürmischen Zeiten wo sich jeder Herausforderungen wie der allgemeinen Konjunktur, Disruption durch eMobilität, selbstfahrenden Autos, Digitalisierung bis zum Shopfloor etc. stellen muss, ist es umso wichtiger, die wesentlichen Kernprozesse der Branche gegenüber Endkunden im Griff zu haben.

Materials Management Operational Guidelines/Logistical Evaluation – Lieferantenselbstbewertung

MMOG/LE ist eine Sammlung von Best Practice-Verfahren im Rahmen eines Bewertungssystems für die Selbsteinschätzung. Sie konzentriert sich auf das Hinterfragen und daraus ggf. resultierende Verbesserung von Lieferkettenprozessen in der Automobilindustrie und strebt die Sicherheit und Verlässlichkeit in der Lieferkette über mehrere Stufen an. Implizite Folgen sind langfristig auch eine höhere Effizienz und damit Kostensenkung für alle Beteiligten.

SEEBURGER unterstützt die Umsetzung des MMOG/LE-Modells als langjähriger Partner von ODETTE, AIAG und VDA. So kann SEEBURGER auch Sie dabei unterstützen, einige der wichtigsten MMOG/LE-Kriterien für eine moderne Lieferkette zu erfüllen. Ein MMOG/LE-Self-Assessment wird vom OEM angefragt und sollte die komplette Beantwortung aller Fragen umfassen. Unter MMOG/LE werden Lieferanten unter anderem auf ihre Digitalisierung und die elektronische Anbindung mit ihren eigenen Lieferanten, die Einbindung von Handelspartnern und die Verbindung in der Fertigung für Smart Manufacturing bewertet.

Änderungen mit Version 5 von MMOG/LE, die sich auf Ihr Ranking auswirken

  • Die Anzahl der MMOG/LE mit hoher Priorität (Faktor 3 Kriterien = F3) wird von 34 auf 43 erhöht – mit den Schwerpunkten ERP, EDI/Web, Barcode und Qualitätsprozesse. Wenn nur eines dieser F3-Kriterien nicht erfüllt ist, hat Ihr Ranking direkt den niedrigsten Level C.
  • Vollständiger elektronischer Datenaustausch mit den eigenen Lieferanten wird immer mehr erwartet – mit dem Ziel, 100% auf Basis von Electronic Data Interchange (EDI) oder WebEDI zu erreichen.
  • Digitale Transformation rückt in den Focus – zur Steigerung von Leistung und Effizienz wird der Einsatz moderner Technologien wie z.B. Smart Manufacturing oder Machine Learning verstärkt abgefragt.

Lassen Sie uns einige der Herausforderungen genauer betrachten, mit denen Sie bei der Beantwortung der einzelnen Punkte konfrontiert werden:

Erhöhung der F3-Kriterien

Der Schwerpunkt der erweiterten Kriterien liegt auf der Bewertung Ihrer Digitalisierung und der Durchgängigkeit für die Prozesse zur Backend/ERP-Integration und Frontend EDI-Integration hin zu Ihren Kunden und Ihren eigenen Lieferanten. Ohne eine geeignete IT-Plattform ist das eine echte Herausforderung: Es ist nicht ungewöhnlich, dass IT-Lösungen für einzelne Integrationsaufgaben beschafft werden. Im Laufe der Zeit entsteht so aber eine unzusammenhängende IT-Landschaft, die es immer schwieriger macht, die Prozesse, die durch die neuen MMOG-Kriterien für die ERP und EDI/Web-Integration abgefragt werden, durchgängig zu automatisieren.

Vollständiger elektronischer Datenaustausch mit den eigenen Lieferanten

EDI wird seit mehr als 35 Jahren eingesetzt und die Bedeutung der nahtlosen Integration zu den Vorlieferanten nimmt stetig zu. Offene, global nutzbare Standards ermöglichen diesen automatischen Austausch direkt über das Internet unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsanforderungen. Webbasierte Portale für den manuell initiierten Austausch ergänzen dort, wo nicht automatisiert wird, z.B. aufgrund von geringer Anzahl an Nachrichten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der EDI-Austausch über Value Added Network (VAN)-Anbieter erfolgt. Dabei sind EDI VANs jedoch in der Regel zu i) kostspielig, ii) funktionsbegrenzt iii) langsam und iv) nicht durchgängig monitorbar (=intransparent) um damit neue Lieferanten einzubinden – alles unerwünschte Eigenschaften, wenn es darum geht, Ihre Prozesse und damit Ihr Ranking zu verbessern. Eine weitere Herausforderung, die eigenen (und oft kleinen) Lieferanten anzubinden, besteht im Onboarding der Lieferanten. Nur wenige Unternehmen haben eigene Spezialisten für ein solches Trading Partner Management.

Einsatz fortschrittlicher Technologien

So wie die Automobilindustrie Fortschritte bei Fertigungstechniken und Materialien zur schnelleren, kostengünstigeren und anspruchsvolleren Herstellung von Fahrzeugen erzielt hat, so hat auch die IT-Industrie große Fortschritte bei der Integration verschiedener Technologien und Systeme gemacht: Dies sind Modernisierung der EDI-Protokolle und Standards, Managed File Transfer, API-Integration, API-Management, Industrial Internet of Things und Industrie 4.0 um nur einige zu nennen. Auf eine einzelne Integrationsart spezialisierte IT-Anbieter ermöglichen die Integration im jeweiligen Spezialgebiet. Dies geht meist jedoch auf Kosten der Effektivität, die Sie mit einer umfassenden Integration aller Themen über eine zentrale Plattform erreichen könnten.

SEEBURGER unterstützt Sie bei der Digitalisierung

Gemeinsam können wir so die Grundlagen für eine sehr gute MMOG/LE-Bewertung schaffen und unterstützen Sie implizit Ihre Selbstbewertung zu verbessern. Unsere Digitalisierungsfunktionen wie API-Management, IIoT-Integration und MFT für den sicheren Austausch von Dateien mit vertraulichen CAD-Zeichnungen, Verträgen usw. sorgen für die einfache Einführung fortschrittlicher Technologien auf einer zentralen Plattform. Durch unsere Onboarding-Werkzeuge vereinfachen und beschleunigen wir die Anbindung von Lieferanten erheblich. Unsere EDI-Möglichkeiten erübrigen den Einsatz teurer VANs – und ermöglicht so den vollständigen elektronischen Datenaustausch mit Ihren Kunden und Ihren eigenen Lieferanten.

Sie sehen Defizite im Umfeld der Integrationsaufgaben in Ihrer

MMOG-Bearbeitung wie exemplarisch oben beschrieben?

Dann Kontaktieren Sie uns.

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Über den Autor:

Thomas Bäzner
Thomas Bäzner, Account Executive, ist seit mehr als 25 Jahren bei SEEBURGER tätig. In verschiedenen Funktionen hat er jahrelang Know-how in den Anforderungen, den Prozessen und den Lösungen aufgebaut, mit Schwerpunkt in der Automobilindustrie. Zusätzlich zu den Prozessen mit klassischen Formaten und Protokollen ist er auch dafür verantwortlich, neue Prozesse mit modernen Möglichkeiten im Umfeld API, MFT, E-Invoicing und Industrie 4.0/IIoT zu identifizieren und umzusetzen und arbeitet dabei mit den Branchenverbänden Odette und VDA zusammen. Aufgrund seiner Branchen-Expertise unterstützt er auch führenden Unternehmen mit internationalem Footprint mit Lösungen rund um die digitale Transformation.

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