Was ist iPaaS? Definition & Vorteile einer Integration Platform as a Service

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Was ist iPaaS? – ein Überblick

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iPaaS

Definition und SEEBURGER-Angebot

iPaaS, oder Integration-Plattform-as-a-Service, ist das derzeit am häufigsten genannte Schlagwort, wenn es um die Umsetzung von Integrationsanforderungen geht. Doch, was ist iPaaS eigentlich genau?

iPaaS löst die Herausforderungen des Eigenbetriebs einer hybriden Integrationsplattform

Der Eigenbetrieb einer Integrationsplattform ist komplex. Abläufe und Kompetenzen, Systeme, Daten und Prozesse müssen technisch und semantisch integriert und in ihrer Gesamtheit zuverlässig und sicher betrieben werden. Hierfür hat die Integrationsszene den Begriff Hybrid Integration Platform (HIP) geprägt. Das Wesen einer HIP besteht darin, dass sie alle Integrationsanforderungen im Unternehmen zentral leisten kann.

Eine HIP ist Teil der kritischen Infrastruktur, und ihr reibungsloser Betrieb ist für den Fortbestand eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Sie muss mit maximaler Leistung und Verfügbarkeit betrieben werden und dabei mit möglichst wenigen, kurzen Wartungsfenstern auskommen. Ein bekanntes internationales IT-Unternehmen hat es kurz und knackig zusammengefasst: „Never slow – never down!“ Ein hoher Anspruch, dem zu genügen, viele Unternehmen vor große technische wie kommerzielle Herausforderungen stellt – insbesondere, was den Eigenbetrieb einer HIP angeht.

Der Nutzen von iPaaS

Doch was hat all dies mit iPaaS zu tun? Für viele Unternehmen ist die Aufgabe, eine hybride Integrationsplattform vollständig selbst zu betreiben, zu komplex. Hier kommt ein professioneller Cloud-Anbieter ins Spiel. Die Idee dahinter ist im Grunde ganz einfach:

Die Integrationsplattform wird in die Cloud verlagert, wo sie von einem externen Anbieter implementiert und gewartet wird. Ergänzt man sie um Konnektoren für die Anbindung an die immer beliebter werdenden Cloud-Dienste/Software-as-a-Service Anwendungen (kurz SaaS), entsteht eine komplette iPaaS-Lösung.

iPaaS ermöglicht es Unternehmen, ihre vollständige Integration in der Cloud zu hosten, wo sie über eine Internetanwendung zugänglich ist. Für die Integration muss keine dedizierte Hardware oder Middleware installiert und verwaltet werden. Daher wird iPaaS oft auch als „Middleware-as-a-Service“ bezeichnet. Als cloudbasierte Plattform kombiniert iPaaS Daten- und Anwendungsintegration und verknüpft bei Bedarf verschiedene Cloudmodelle zu einem hybriden Cloudmodell. So erfüllt iPaaS seine primäre Anforderung, nämlich eine saubere und einheitliche Plattform für die Integration und damit Nutzung verschiedener Cloudservices bereitzustellen.

Die Vorteile von iPaaS liegen auf der Hand:
Unternehmen buchen einen iPaaS-Cloudservice und haben die Flexibilität selbst zu entscheiden, in welchem Umfang sie mitarbeiten möchten und was sie an den Plattformanbieter delegieren. Dies befreit sie von vielen lästigen Pflichten, wie dem Betreiben

  • einer RZ-Infrastruktur,
  • eines Betriebssystems,
  • einer Datenbank,
  • einer Kommunikationsinfrastruktur

und den teils hohen Aufwänden für

  • Überwachung,
  • Fehlerbehebung und
  • Durchführung von Release-Wechseln.

Dadurch bleibt den Unternehmen mehr Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben.

iPaaS
Mit iPaaS so viel Integration wie Sie wollen

Wann ist der Einsatz von iPaaS sinnvoll?

iPaaS ist das bevorzugte Betriebsmodell für Unternehmen, die einerseits die Zügel in der Hand behalten wollen, damit sie Prozesse, Mappings und Konfigurationen selbst entwickeln können und andererseits das eigene Team von zeitaufwändigen technischen Aufgaben entlasten möchten. Kritische Themen wie Sicherheit, Datenschutz und Betrieb deckt der Cloudanbieter ab. So können Unternehmen ihr vorhandenes Know-how mit größter Effizienz einsetzen.

Eine iPaaS –Lösung ist also immer dann sinnvoll, wenn Unternehmen gerne eigenes Know-how nutzen und dabei maximale Flexibilität und Unabhängigkeit bewahren wollen. So könnte beispielsweise eine spezifische Integrationsaufgabe über einen standardisierten Cloud-Service eines Drittanbieters in der Public Cloud, also als Software-as-a-Service (SaaS), gelöst werden, was sich besonders bei hoch standardisierten Anwendungsszenarien anbietet. Typische Beispiele hierfür sind die elektronische Rechnungstellung im internationalen Umfeld (Global E-Invoicing Service) oder die Meldung von international gehandelten Waren an die nationalen Zollbehörden (EDI Service for SAP GTS), die beide den jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen genügen müssen. Ein iPaaS-Provider muss also gegebenenfalls diese Voraussetzungen erfüllen.

Einsatzmodelle für iPaaS
iPaaS kann mit anderen Betriebsmodellen kombiniert werden, z. B. für die parallele Nutzung von SaaS zur Lösung einer spezifischen Integrationsaufgabe, wie gerade beschrieben. Auch die Kombination von iPaaS mit einer vom Unternehmen selbst betriebenen HIP ist denkbar. In diesem Fall muss im Detail geklärt werden, welche Aufgaben von welcher Plattform übernommen werden. Typischerweise ist iPaaS dabei für die Anbindung aller Vendor Clouds zuständig. Hierbei spielen Application Programming Interfaces (APIs) eine zentrale Rolle. Sie bilden die Schnittstellen zu den verschiedenen Cloud-Services und sollten Bestandteil jeder iPaaS-Lösung sein.

Einige Anbieter übernehmen auch sämtliche Integrationsaufgaben in Form eines Full-Service-Angebots in der Public Cloud. Und in einem hybriden Modell wird jede Integrationsaufgabe dort gelöst, wo sie am sinnvollsten aufgehoben ist.

Das SEEBURGER iPaaS-Angebot

Das SEEBURGER iPaaS-Angebot basiert auf der bewährten SEEBURGER Business Integration Suite (BIS). Dies bietet dem Kunden Investitionsschutz, da er Integrationsaufgaben, die er an eine SEEBURGER iPaaS-Lösung ausgelagert hat, jederzeit mit moderatem Aufwand durch den Wechsel auf eine selbst betriebene Integrationsplattform BIS wieder einbinden kann. Die der iPaaS –Lösung zugrundeliegende Integrationsplattform BIS vereint alle im B2B-Umfeld benötigten Protokolle, Formate und Technologien in einem Produkt.

Der technologisch komplexe Betrieb der SEEBURGER iPaaS-Lösung erfolgt durch SEEBURGER, die eigentlichen Integrationsaufgaben erledigt der Kunde selbst. In einem initialen Workshop wird die Aufgabenverteilung für den iPaaS-Produktivbetrieb im Detail festgelegt. Zusätzliche SEEBURGER SaaS-Leistungen, wie die beiden oben erwähnten, können jederzeit genutzt und an eine SEEBURGER iPaaS-Lösung angebunden werden. Zudem stellt SEEBURGER ganz nach Bedarf fachkundiges Personal bereit.

Die Kernanforderungen an eine iPaaS-Lösung wie

  • Umsetzen aller Integrationsanforderungen mit einem Werkzeug,
  • Zentrales Monitoring,
  • Sicherer und höchstverfügbarer Betrieb,

werden vollumfänglich erfüllt. So lassen sich sehr komplexe, geschäftskritische und umfangreiche Integrationsanforderungen realisieren. Durch den Einsatz einer zentralen Integrations-Plattform bleiben die Kosten über den gesamten Lebenszyklus einer Integrationsaufgabe hinweg planbar.

Betriebsmodelle
Betriebsmodelle der SEEBURGER-Business Integration Suite

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Über den Autor:

Fiederling
Holger Fiederling ist seit 2008 bei der SEEBURGER AG tätig und war zu Beginn als Produktmanager für die SEEBURGER B2B-Solutions tätig. Seit 2014 verantwortet er die Bereiche Pre-Sales und Business Development für die SEEBURGER Cloud. Sein Fokus liegt auf dem Schaffen neuer, innovativer Lösungen und Services, die sich an den Anforderungen der Kunden orientieren und dabei mit dem Ziel, immer die aktuellsten Möglichkeiten für die Kunden auszuschöpfen. Hierbei legt er großen Wert darauf, die Erfahrungen aller internationalen Kunden zu berücksichtigen. Nach seinem Berufseinstieg in der Automobilindustrie, war Holger Fiederling bei zwei großen Unternehmensberatungen im SAP Umfeld und im Bereich Hosting und Outsourcing von IT Prozessen tätig. Zum Ausgleich ist er neben dem Beruf auf dem Mountainbike oder im Winter auf Ski unterwegs.

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